Mercator-Dinner: Frühe Hilfe zu später Stunde

Schick dekoriert und gut gefüllt war der Ratssaal am Samstagabend. Die Bürgerstiftung Duisburg hat mit 150 Freunden und Unterstützern den 500. Geburtstag von Gerhard Mercator zugunsten des Projektes „Frühe Hilfe“ gefeiert.

„Ein Dinner im Rathaus, das gab es so noch nicht. Und dann auch noch für den guten Zweck und mit dieser guten Stimmung, wunderbar“, freute sich Manfred Berns, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Duisburg. Dem Anlass gemäß trug er ein historisches Kostüm um Anno 1500, denn der Jubilar des Abends – Gerhard Mercator – war auch modisch tonangebend.
„Im Mercator-Jahr wollten wir etwas Besonderes machen. Und das ist uns mit dieser Veranstaltung geglückt. Ehrenamtlich und mit Leidenschaft hat insbesondere Monika Scharmach dieses für Duisburg neue Event von der Idee in die Realität gebracht.“

Bereits der Sektempfang ließ die Gästeherzen höher schlagen, denn auf sie galoppierte ein zu Späßen aufgelegter Gaul mit Reiter zu. ZouZou, Clown, Pantomimenkünstler und Zirkusartist in einer, naja, mit Pferd in zwei Personen, umgarnte charmant die Damen und scherzte mit den Herren.

Er blieb nicht das einzige Highlight des Abends, durch den gekonnt die Moderatorin Helena Felixberger führte. Es folgten stimmungsvolle Musik von Trionova und eine Darbietung der Folkwang Universität. Die Schauspieler brachten spätmittelalterliches Flair in den Ratssaal, als sich Gerhard Mercator, Elisabeth I., Maria Stuart, Martin Luther, Katharina de Medici, Papst Leo X. und Michelangelo reich an Wortwitz in die Haare kriegten und ihre jeweilige Lage und historisch belegte Handlungsweise zu rechtfertigen versuchten.

Mit Mercators Atlas in der Hand hatten Frank Schwarz und seine Crew das Büffet entworfen und luden die Gäste zu einer kulinarischen Weltreise „Atlantis pars altera“ ein.

Am „Wahnsinn zu Dritt“ in Form von „trifolie“ durfte das Publikum nach dem Essen teilhaben und jubelte vor Vergnügen. In meist wortkargen Szenen wurde beispielsweise eine Kanutour mit Rennenten, natürlichen und menschlichen Schikanen sowie dem finalen Wasserfall dargestellt. Oder die jedem bekannte nächtliche Nervattacke einer Mücke, hier jedoch mannshoch.

Den krönenden Abschluss bot Dirk Scheffel und brachte den Saal zum Toben. Wie ein Derwisch spielte er das Xylophon, riss mit gruppendynamischen „Hui-Yeah-Gesängen“ die Gäste mit und begeisterte mit raffiniert-hintergründigen Pointen.

Die Feier zum Jahrestag von Gerhard Mercator im Ratssaal hat alle Anwesenden mit einer besonderen Atmosphäre verzaubert. Gemeinnütziges Engagement und ein wichtiger Beitrag zum Jahrestag von Gerhard Mercator wurden sinnvoll miteinander verknüpft. „Das müssen wir wiederholen“, stellte Dr. Ira Ottmann, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Duisburg, nach zahlreichen Nachfragen freudestrahlend fest.

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Standort

Nach der Mercator-Projektion finden Sie unser Projektbüro auf folgenden Koordinaten:

51° 26' 11 N
6° 45' 45 E.

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